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Am vergangenen Donnerstag, dem 21.10.2021 hat SWUP zusammen mit bielke und struve Architekten den Vorentwurfsstand des Städtebaulichen Entwurfes zur Entwicklung eines Wohngebietes an der „Blauen Lehmkuhle“ im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in der Stadt Eutin vorgestellt.

Die Stadt Eutin verzeichnet als attraktives Mittelzentrum in Schleswig-Holstein einen steigenden Wohnraumbedarf. Auf Initiative der Flächeneigentümer soll aus der jetzigen Kleingartenanlage südlich der „Blauen Lehmkuhle“ ein Wohngebiet entwickelt werden. Die Flächen des Plangebietes umfassen etwa 5 Hektar, von denen ca. 3,5 Hektar zur Wohnbaulandentwicklung genutzt werden sollen. Die restlichen Flächen sollen als wertvoller Landschaftsraum erhalten bleiben.

Das Plangebiet zeichnet sich sowohl durch eine Stadtrandlage und die Nähe zum umgebenden Landschaftsraum als auch mit relativ räumlicher Nähe zum dichter bebauten Siedlungskern Eutins aus. Charakteristisches Merkmal ist die Hanglage des Gebietes, die einen Weitblick in den Landschaftsraum ermöglicht.

Der Städtebauliche Vorentwurf von SWUP und dem in Eutin ansässigen Architekturbüro bielke und struve sieht ein mischgenutztes Wohnquartier vor. Von der Ausprägung eines locker bebauten Ortsrandes hin zum westlich angrenzenden Grünraum wird ein baulich verdichteter Übergang zur südlich angrenzenden Bestandsbebauung geschaffen. Das Bebauungskonzept sieht damit einen Übergang von Einfamilien- und Doppelhäusern zu Mehrfamilienhäusern vor. Somit sollen unterschiedliche Wohnraumbedarfe und Ansprüche erfüllt werden und damit ein durchmischtes Quartier entstehen.

Das Plangebiet wird durch eine Ringstraße erschlossen, die entlang der Höhenlinien verläuft. Weiterhin ist eine zweite, nachbarschaftlich geprägte Mischverkehrsfläche zur Erschließung der südlichen Grundstücke geplant. Mittig, im höher gelegenen Hangbereich, soll ein Quartiersplatz entstehen, der einen Ausblick in den Landschaftsraum ermöglicht. Angrenzend an den Quartiersplatz werden Spielmöglichkeiten sowie ein mögliches Quartierszentrum in Form eines multifunktionalen Raumangebotes angeordnet.

Weiteres charakteristisches Merkmal ist die Ausprägung einer entlang der Höhenlinien verlaufenden durchgängigen Durchgrünung des neuen Wohnquartieres. Hier sind Möglichkeiten der zusätzlichen Niederschlagsentwässerung, naturnahe Retentionsflächen, eine Durchwegung und ein Bezug zum bisher vorherrschenden Obstbaumbestand denkbar. Die westlich bestehenden Kleinwasserstrukturen sollen erhalten belieben und in die Grünraumverbindung integriert werden.

Insgesamt sollen etwa 133 neue Wohneinheiten geschaffen werden.

Der Vorentwurf soll nun weiter ausformuliert werden und als Grundlage für ein anschließendes Bebauungsplanverfahren dienen.