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Beteiligungsmaßnahmen im Rahmen der Konzeptentwicklung für die Freianlagen im Märkischen Viertel

Mit einem Bestand von 15.070 Wohnungen und 108 Gewerben im Märkischen Viertel bewirtschaftet die städtische Wohnungsgesellschaft GESOBAU AG eine der größten zusammenhängende Wohnsiedlungen Deutschlands. Stadträumlich ist das Quartier der Großwohnsiedlung um einen Kern aus Bildung, Naherholung und Einkaufserlebnis angelegt worden und wird darüber hinaus durch Einfamilienhäuser und Kleingärten unterbrochen. Sowohl für die Struktur und Gestaltung der Gebäude, als auch für die Außenanlagen lassen sich für die einzelnen Wohnhausgruppen und den ihnen zugeordneten Außenanlagen teilweise sehr eigene und charakteristische Gestaltung erkennen. Perspektivisch stellt sich die Frage, wo im Quartier im Umfeld bzw. in den Freiräumen Impulse gesetzt werden können, um eine modern anmutende und für Jahre nutzbaren Freiraum zu schaffen.

Ziel war es eine umfassende Bestandsaufnahme für 18 Wohnhausgruppen durchzuführen und ein Grobkonzept der Außengestaltung zu entwickeln, um das Wohnumfeld zukünftig attraktiver für die Anwohner zu machen. Hierfür wurden neben Begehungen diverse Interviews mit Schlüsselpersonen und Netzwerkpartnern geführt.

Um ein detailliertes Verständnis vom Quartier, Mieterstruktur, Nutzungskonflikten, Qualitäten, Schwächen, Sicherheitsempfinden, Barrierefreiheit, Kommunikationspunkten, Wegeverbindungen und weiteren relevanten Themen zu bekommen, wurden vor-Ort Interviews geführt mit den Hauswarten, Mieterbeiräten, sowie weiteren Akteuren wie Kriminalprävention, Straßensozialarbeiter, Jugendarbeiter, Bezirksamt, Sozialmanagement der GESOBAU). Hierbei konnten die ortsspezifischen Bedürfnisse (Erholung, Bewegung, Spiel, ) der verschiedenen Zielgruppen (u.a. Ältere, Familien, Kleinkinder, Jugendliche) identifiziert werden. Im Anschluss daran wurde die Informationen aus den kommentierten Karten und Gesprächen ausgewertet und in Steckbriefe übertragen und schließlich in die Entwicklung des Grobkonzeptes eingearbeitet.