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Als eines von vier geladenen Planungsbüros erarbeitete SWUP im Dezember vergangenen Jahres im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung einen integrierten städtebaulichen Entwurf für ein neues Wohnquartier auf dem Warnitzer Feld in der Stadt Schwerin.

 

Hintergrund

Für die Stadt Schwerin steht das Warnitzer Feld als eine der wenigen noch verfügbaren Potenzialflächen im Mittelpunkt der zukünftigen Wohnbaulandentwicklung. Auf diesen bisher unbebauten Flächen im Ortsteil Warnitz - die in etwa in 5,5 km Entfernung zum Stadtzentrum liegen - soll ein attraktives, zukunftsgerichtetes Wohnquartier entwickeln werden. Maßgebend sind dabei insbesondere die südlich und westlich angrenzenden aufgelockerten Wohngebiete sowie die im Nord-Osten bestehende Lärmeinwirkung durch die Bundesstraße.

 

Entwurf Wohnquartier Warnitzer Feld

Der Entwurf von SWUP für das „Wohnquartier Warnitzer Feld“ ist von der Idee getragen, mit einem zentralen Grünzug möglichst viel zusammenhängenden Landschaftsraum zu erhalten und den Stadtteil durch Baufelder unterschiedlicher Dichte nachhaltig (sub)urban weiterzuentwickeln. Das Konzept sieht vor, ausgehend von der angrenzenden Bebauung im Süden und Westen einen Übergang hinsichtlich der Bautypologien sowie der städtebaulichen Dichte zu erzielen. Die süd-westlich anknüpfende Bestandsbebauung wird fortgesetzt und in Richtung Nord-Westen zu drei bis vier geschossigen blockrandähnlichen Strukturen verdichtet. Im Sinne einer dynamischen Baulandentwicklung bieten die Baufelder die Möglichkeit auf zukünftige Entwicklungen zu reagieren. Dementsprechend können diese weiter verdichtet werden oder aber weiter aufgelockert werden. Bisher sieht der Entwurf etwa 860 Wohneinheiten vor.

Neben vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, wie Aufenthalt, Bewegung und Spiel für alle Altersgruppen, ist der zentrale, zusammenhängende und großflächige Grünraum auch Lebensraum für Flora und Fauna und übernimmt Klimafunktionen.

Als gemeinschaftliches Quartierszentrum dient der Quartiersanger. Dieser umfasst sowohl multicodierte Platzbereiche als auch gewerbliche Nutzungen sowie einen Logistik-hub. Hier ist Raum gegeben zum Ankommen, Begegnen, für Aufenthalt und Interaktion. Das Quartierszentrum knüpft unmittelbar an den Grünraum an, so dass sich innerhalb des Grünzugs zwischen Quartierszentrum, KITA und Skateplatz spannende Blickbeziehungen ergeben.

Die äußere Haupterschließung erfolgt von Norden und führt auf eine Ringerschließung innerhalb des Quartiers. Über Fuß- und Radwege im Westen und Süden wird das neue Quartier mit dem umgebenden Siedlungsbestand verwoben sowie eine weitere Belastung der Bahnhofstraße durch den motorisierten Individualverkehr verringert. Attraktive Rad- und Fußwege stellen direkte Verbindungen zwischen den Einrichtungen der Infrastruktur, wie KITA und Quartiersplatz sowie im Süden zum Einzelhandelsstandort Margaretenhof dar, der über die Rad- und Fußgängerbrücke zu erreichen ist.

Im Zuge des Gutachterverfahrens wurde ein erster Preis gekürt – SWUP musste sich dabei leider einem anderen Planungsbüro geschlagen geben. Nichtsdestotrotz konnten innerhalb des Gutachterverfahrens vier qualitätsvolle Entwürfe entwickelt werden. Der Entwurf von SWUP zeigt dabei ein eng mit dem umgebenen Bestand verflochtenes Wohnquartier auf, dass zugleich einen Wiedererkennungswert und einen eigenen, spezifischen Charakters entwickelt. Herz dieses neuen Quartiers ist das grüne Warnitzer Feld.