Projektstart an Helene- und Katjasee
Der Helenesee südlich von Frankfurt (Oder), entstanden aus dem 1959 stillgelegten Braunkohletagebau „Helene“, ist ein bedeutender Freizeit-, Sport- und Erholungsort für die Stadt, die Region und den deutsch-polnischen Verflechtungsraum. Wegen seiner weitläufigen Strände und des klaren Wassers ist er überregional auch als „kleine Ostsee“ bekannt.
Seit Mai 2021 ist die Nutzung großer Teile des Sees und seiner Uferbereiche jedoch stark eingeschränkt. Vorausgegangen war eine Rutschung am nördlichen Ufer. Aufgrund der bestehenden geotechnischen Risiken wurden die betroffenen Wasser- und Uferflächen durch das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe gesperrt. Die Sicherung und Sanierung des ehemaligen Tagebausees wird mehrere Jahre in Anspruch nehmen.
Diese Zeit soll genutzt werden, um eine tragfähige Zukunftsperspektive für den Helene- und den benachbarten Katjasee zu entwickeln. Am 16. Juli 2026 ist dafür die Erarbeitung eines freizeit- und tourismuswirtschaftlichen Gesamtkonzeptes sowie eines landschaftsplanerischen Strukturkonzeptes mit Rahmenplan gestartet.
Gemeinsam mit der ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH entwickelt SWUP eine langfristige Perspektive für die beiden Seen und ihr Umfeld. Ziel ist es, touristische, landschaftsplanerische, ökologische, wirtschaftliche und infrastrukturelle Anforderungen in einem integrierten Konzept zusammenzuführen. Dabei werden sowohl die langfristige Entwicklung nach der Sanierung als auch mögliche schrittweise und temporäre Nutzungen betrachtet.
SWUP verantwortet insbesondere die räumliche und landschaftsplanerische Bearbeitung. Aufbauend auf einer umfassenden Analyse der Natur- und Landschaftsräume, der bestehenden Nutzungen, Schutzgebiete, Erschließungsstrukturen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen werden gemeinsam Leitbilder und unterschiedliche Entwicklungsszenarien erarbeitet.
Aus einer abgestimmten Vorzugsvariante entsteht anschließend ein landschaftsplanerisches Strukturkonzept mit Rahmenplan, Entwicklungsstufen, Maßnahmenkatalog und Umsetzungsstrategie. Die Ergebnisse sollen unter anderem als Grundlage für die Bauleitplanung, die Fördermittelakquisition sowie die Ansprache von Investoren dienen.
Ein zentraler Bestandteil des Projektes ist die Beteiligung von Verwaltung, Fachbehörden, Betreibern, Vereinen, touristischen Akteuren und Öffentlichkeit. Nach dem Projektauftakt folgen nun die vertiefte Bestandsaufnahme, Ortsbegehungen und erste Fachgespräche. Der nächste gemeinsame Termin findet am 13. August 2026 vor Ort am Helenesee statt.
Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit an einer nachhaltigen, umsetzungsorientierten und langfristig tragfähigen Zukunftsperspektive für den Helene- und Katjasee.






