Projektabschluss: Machbarkeitsstudie Uferweg Britzer Verbindungskanal vorgestellt
Mit der öffentlichen Vorstellung im Rahmen der Sitzung des Quartiersbeirats am 17.02.2026 wurde die Machbarkeitsstudie für einen durchgehenden, barrierefreien Uferweg am Britzer Verbindungskanal erfolgreich abgeschlossen.
Im Mittelpunkt steht die langfristige Qualifizierung des nördlichen Uferbereichs zwischen Heidekampgraben und Spree. Ziel ist es, neue Erholungsräume zu erschließen, bestehende Grün- und Freiflächen besser miteinander zu vernetzen und die Zugänglichkeit zum Wasser behutsam zu verbessern – im Einklang mit Natur- und Artenschutz sowie den Anforderungen der Bundeswasserstraße.
Die Machbarkeitsstudie ist Bestandteil des Städtebauförderprogramms Lebendige Zentren (LZ) im Gebiet Baumschulenstraße – Köpenicker Landstraße. Der Quartiersbeirat begleitet die Umsetzung des Förderprogramms und vertritt die Interessen von Bewohner*innen, Einrichtungen, Vereinen, Initiativen und Gewerbetreibenden. Mit seiner aktiven Mitwirkung leistet er einen wichtigen Beitrag zur lebendigen Entwicklung des Quartiers.
Die Studie zeigt konkrete, realistische Umsetzungsperspektiven auf und differenziert zwischen kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen. Schwerpunkte sind:
- Barrierefreie Durchwegung des Uferbereichs unter Berücksichtigung bestehender Brückenbauwerke
- Schaffung von Aufenthaltsorten mit robusten, pflegearmen Gestaltungselementen
- Verbesserung der Zugänglichkeit und klare Wegführung mit Orientierungssystem
- Ökologische Aufwertung durch mögliche Flachwasserzonen und strukturverbessernde Maßnahmen im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie
- Berücksichtigung von Naturschutzbelangen, insbesondere Artenschutz, Biotopschutz und Wasserschutzgebiet
- Integration angrenzender Nutzungen, z. B. Sportflächen am Rodelberg und die Kleingartenanlage Mariengrund
Besonderes Augenmerk lag auf einer sensiblen Abwägung zwischen öffentlicher Nutzbarkeit und dem Erhalt naturnaher Bereiche. Die Studie versteht sich als strategische Grundlage für nachfolgende Planungs- und Umsetzungsphasen.
Der Erarbeitungsprozess war geprägt von enger Zusammenarbeit zwischen Bezirk, Senatsverwaltungen, Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, Fachbehörden, Kleingartenvertretungen sowie weiteren Akteur*innen. Neben verwaltungsinternen Workshops und Fachgesprächen wurden auch Beteiligungsformate für die Öffentlichkeit durchgeführt. Die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft – insbesondere der Wunsch nach besserer Vernetzung bei gleichzeitigem Erhalt von Naturflächen – sind in die Bewertung der Maßnahmen eingeflossen.
Mit dem Abschluss der Machbarkeitsstudie liegt nun eine fachlich fundierte Entscheidungsgrundlage vor. Die Umsetzung einzelner Maßnahmen erfolgt in Abhängigkeit von:
- Klärung von Eigentums- und Zuständigkeitsfragen
- naturschutz- und wasserrechtlichen Genehmigungen
- finanziellen Fördermöglichkeiten
Abschließend möchten wir uns ausdrücklich beim Bezirksamt Treptow-Köpenick, bei allen beteiligten Fachämtern, Senatsverwaltungen, Institutionen sowie weiteren Projektbeteiligten für die konstruktive, engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken. Die offene fachliche Diskussion, die sorgfältige Abstimmung unterschiedlicher Interessen und die gemeinsame Lösungsorientierung haben maßgeblich zum erfolgreichen Abschluss der Machbarkeitsstudie beigetragen.











