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Schlosspark Coefeld

Schlosspark

Nach einem dreiviertel Jahr Bauzeit konnte der Schlosspark im Juni 2017 als das erste Teilprojekt der UrbanenBERKEL wiedereröffnet werden. Es ist ein Park der Vielfalt für alle Coesfelder entstanden.

Geprägt wird der Schlosspark durch die Berkel, die durch die Umgestaltung wieder zu einem erlebbaren Fluss umgewandelt wurde. Zwei Staustufen helfen hierbei, ein gleichmäßiges Wasserbild zu erzeugen. Die neumodellierten flachen Ufer laden zum Aufenthalt am Wasser ein. Die neue Treppenanlage dient gleichzeitig als Tribüne für eine temporäre Bühne. Ein thematischer Wasserspielplatz  mit  generationsübergreifenden Spielgeräten, die sich an einer frei erfundenen Berkel-Geschichte orientieren, ergänzt das Angebot.

Der neue Schlossparkrundweg führt barrierefrei durch den Park mit seinen  Erlebnisbereichen im Süd- und Nordteil. Beide Teile  werden über die neu gestalteten Brücken über die Berkel verbunden.

Es ist auch ein Schlosspark des Erinnerns und Gedenkens an die Opfer des Holocausts entstanden. Eine lebensgroße Stele erinnert an den Abtransport der jüdischen Coesfelder nach Riga 1945.

Mit dem alten Baumbestand wurde äußerst sensibel umgegangen. Auf Grundlage eines Baumentwicklungskonzeptes konnte er in die zukunftsorientierte Gestaltung des Parks integriert werden. Zusätzlich wurde der Bestand durch Neupflanzung ergänzt.

Das Beleuchtungskonzept setzt bewusst auf eine indirekte Beleuchtung. Bis auf die Brückenausleuchtung mit zwei prägenden Leuchtstelen, die deutlich als Markierungs- und Orientierungselemente der Brücken wahrnehmbar, sind wurden keine Mastleuchten zur Ausleuchtung vorgesehen. Lineare LED-Lichtelemente verwandeln die Sitzstufen an der Berkel nachts in einen Raum mit beschaulicher Atmosphäre. Mehrere Kronen von prominenten Gehölzen werden illuminiert. Die beleuchtete Schlossfassade wirft ihr Licht gleichmäßig und indirekt in den Park zurück. Gedenkstele und Pavillon werden als Einzelobjekte ebenfalls nachts ausgeleuchtet.

 

Die Planung wurde seit 2014 konstant durch zahlreiche Öffentlichkeitsveranstaltungen begleitet. Im Jahr 2015 fand eine Bürgerplanungswerkstatt sowie ein Kinder- und Jugendbeteiligungsprojekt statt. Des Weiteren wurden Anrainer, wie das Seniorenheim, die Liebfauenschule, das Krankenhaus und Gastronomen durch direkte Gespräche in den Planungs- und Umsetzungsprozess miteingebunden.